Fuh kin great – Restaurant Tim Raue

CoViD’19 ist aktuell all gegenwärtig und sicher für viele Menschen einschüchternd – aber die aktuelle Situation bringt auch kuriose und sehr spannende neue Konzepte und Ideen hervor. Eine dieser Ideen ist von Tim Raue, seine Frau & dem gesamten Team seines „Restaurant Tim Raue“ aus Berlin – ein deutschlandweiter Lieferung für ein gehobenes Gourmet Menü.

Provisorische Anrichte – Amuse Bouche

Wir waren in der glücklichen Lage dieses Menü an einem Freitag Abend bei uns zu Hause in Ulm zu testen & zu genießen.

Randbedingungen

Der Deutschlandweite Lieferservice wird zweimal die Woche angeboten Mittwoch -> Donnerstag oder Donnerstag -> Freitag (es kann immer nur in geradzahliger Anzahl von Menüs (2,4,6,8,…) bestellt werden, limitiert ist das tägliche Kontingent auf 100 Menüs). Die Lieferung erfolgt gekühlt mit über-Nacht-Express von DPD in einer Styropor Transportbox. Alle Gänge sind in separaten, nummerierten Boxen abgepackt – die einzelnen Komponenten sind in Vakuumbeuteln oder Plastik (ja, leider) Dosen verpackt. Das Anrichten ist intuitiv und in einer kurzen Anleitung beschrieben.

Das Menü

Amuse Bouche

Zum Start des Menüs wurden drei separate Kleinigkeiten gereicht:

  • Gelber Rettich mit Senf & Mayo
  • Schweinebauch mit Sesam-Chili-Marinade
  • Cashewkerne mit Currypaste karamelisiert

Das Team von Tim Raue schreibt „[…]das Menü beginnt landestypisch mit „Bachan“[…]“, wir waren zwar viel in Asien aber noch nie in Korea. Der Start begann definitiv sehr schmackhaft & machte Lust auf mehr.

Amuse Bouche

Vorspeise

Die Vorspeise bestand aus einem Tomaten Kimchi Sud mit bunten Tomaten & Lachs. Der Lachs vom Gar Punkt, sehr gut getroffen und sehr fein abgeschmeckt. Auch hier zitieren wir gerne das Team von Tim Raue „[…] Sehr ausbalanciert in ihrer Struktur mit einer lebendigen Säure und viel Umami … „. Diesem Urteil können wir uns nur anschließen süß, sauer, salzig, frisch in Einem, aber sehr ausbalanciert und lecker.

Vorspeise – Lachs (mit einer Gräte) in bunten Tomaten und Kimchi Sud.

Hauptgang

Gojuchang Beef Gulasch, rote Paprika, Süßkartoffel und Basilikum – ein Hauptgang der viel versprach und viel gehalten hat. Die Soße aus Beeftea & Sahne ein Gedicht, die Garpunkte von Fleisch & Gemüse nach ca. 15 Minuten Erwärmen im Sous-Vide-Becken perfekt. Ein würdiger Hauptgang und unser Highlight des Menüs.

Nachspeise

Nachspeise

Milchreis mit Apfel & Ingwer – dargeboten als Milchreis in einer Hülle aus weißer Schokolade mit einem „Kompott“ von Apfel mit Ingwer, dazu wurde eine Soße aus „Gurke und ? (wir wissen es einfach nicht)“ gereicht. Sehr stimmiger und nicht zu süßer Nachtisch – unser zweites Highlight des Menüs.

Fazit

Es war ein schöner, ruhiger Abend in den eigenen 4 Wänden mit gutem Essen. Die Speisen waren alle sehr schmackhaft, sehr gut abgeschmeckt und von den Gar Punkten & Qualität sehr zufriedenstellend. Sicher ist die Anlieferung aus dem fernen Berlin nicht die umweltfreundlichste, jedoch bleibt ein solches Dinner für uns ein rares und besonderes Highlight. Wer also ein solches Highlight in der aktuellen Zeit erleben möchten, dem empfehlen wir dieses Erlebnis sehr gerne – es lohnt sich.

Weinauswahl

Wir wählten für unser Menü zum Amuse & der Vorspeise eine klassischen Veuve Clicquot Brut Champagner. Eine für uns sehr passende Wahl der kräftige Champagner unterstütze den vielschichtigen Geschmack der Vorspeise & die Schärfe des Amuse perfekt. Zum Hauptgang servierten wir eine Lagrein von 2018 aus dem Hause St. Pauls. Der fruchtige Rotwein passte auch hier zu den reichhaltigen Aromen des Gulasches. Zugleich ist dieser Lagrein einer unserer Lieblingsweine.

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